Nov 11 2011

Privates Spielejahr 2011

Tag: MMOG, GamingChris @ 12:00

Da ich den Rest des Jahres vermutlich mit den “Demographischen Grundlagen im kaiserzeitlichen Ägypten” beschäftigt sein werde, ist es doch angemessen am 11.11.11 und dem Erscheinungstag der offenen Welt im Elder Scrolls Universum namens “Skyrim” ein verfrühtes persönliches und völlig subjektives Fazit des Zockerjahres zu ziehen. Aber beginnen wir direkt mit den Gewinnern:

Die Preisträger 2011:

Kategorie A: Spielspaß mit Freunden

  1. Borderlands
  2. Flatout 2
  3. World of Warcraft

Kategorie B: Spielspaß mit mir selbst

  1. Pies Antike Mod für Civilization 4
  2. Dragon Age: Origins
  3. Company of Heroes

Warum kein World of Warcraft mehr ganz oben?

Das Jahr war intellektuell ein fantastisches Jahr. Die inhaltlichen und bürokratischen Hürden (Liebes Magisterprüfungsamt, du bist gemeint!) der Zielgeraden hin zur just laufenden Magisterarbeit und den kommenden Abschlussprüfungen wurden auch dank der großartigen Betreuung durch das Seminar für Alte Geschichte mit super Noten übersprungen. Sogar im bis dato ungeliebten Stiefkindfach Jura schwang ich mich zu vergleichsweise Erstaunlichem auf und überraschte damit alle professionellen Beobachter und am meisten mich selbst. Letztlich ist dies wohl auch dem mir äußerst schwer gefallenen Verzicht auf die finanzielle Unabhängigkeit zu verdanken. Die Tage sind seit der nachtschichtfreien Zeit aber deutlich länger und im Hinblick auf die geistige Leistungsfähigkeit und -bereitschaft auch produktiver geworden. Es ist jedenfalls ein gutes Gefühl, dass das Selbstbild vom angehenden und nicht völlig talentfreien Wissenschaftler von der Realität zumindest in Ansätzen bestätigt wird.

Für mein Liebslingshobby bedeutete dies aber auch revolutionäre Änderungen. Abgabetermine von Aufsätzen und ein Lernpensum bestimmten die Freizeit deutlich mehr als noch 2010. Wochen in denen 60 Stunden am “Bleibergbau im rechtsrheinischen Germanien” gefeilt wurde, wechselten mit Wochen, in denen überhaupt nichts zu tun war und der Geist auch völlig leer. Daher ist das Jahr auch weniger von klassischen MMORPG-Zeitfressern mit regelmäßigen Verpflichtungen geprägt wie die Jahre zuvor. Die übliche Meter-Connection in Teamspeak und World of Warcraft-Chat habe ich stark vernachlässigen müssen, weil ich Zeit meist nur spontan und unregelmäßig hatte, dann aber massig davon. Das perverse Vergnügen, das mir die Anhäufung von Millionen Gold durch Coninas Glyphenimperium in World of Warcraft bescherte, ließ zu Beginn des Jahres 2011 dann auch schlagartig nach. Weder war die tägliche Zeit dafür noch vorhanden, um am Ball zu bleiben, noch wurde dahinter verstärkt eine sinnvolle Beschäftigung gesehen.

So rückte ein von mir bisher vernachlässigtes Genre verstärkt in meinen Beschäftigungsfokus: Shooter. Natürlich nichts, wo es gruselig zugeht. Mich stressen Horrorfilme im Kino – einer der Gründe, warum ich seit Jahren nicht mehr in einer Sneak Preview war. Und ähnlich sieht es bei Shootern aus. Doom 3 in dunklem Raum? Kalter Schweiß! Bioshock haben mir die Minuten nach dem Flugzeugabsturz ganz am Anfang schon gereicht: Nicht meins…obwohl das wegen seiner tollen Rahmenhandlung wohl noch an einem sehr hellen Tag ohne Ton eine Chance erhalten wird.

Was bleiben da also für Shooter übrig? Ich fahre sehr gerne Achterbahn, da kann es – trotz Überschreitens der 30 – kaum beschleunigt genug zugehen und ich verlasse grinsend das Fahrgeschäft. Leider sind die Fahrten meist viel zu kurz und man muss sich neu anstellen. Entsprechendes gilt für meine Frühlingsgefühle im Solo-Shooterbereich: Call of Duty 4: Modern Warfare? In sechs Stunden war die unterhaltsame Fahrt zuende. Ungläubiges Staunen beim Abspann: Dafür wollten die mal 50€ wie für ein Civilization oder ein Diablo? Wiederspielwert null, für den Preis einer halben Kinokarte im Steam-Deal aber dennoch zwei schöne Abende. Crysis? Far Cry 1+2? Call of Juarez? Plötzlich sammelte ich das bisher so vernachlässigte Genre aus der Steam-Grabbelkiste und spielte in einigen Monaten vieles durch. Kunststück, dauerte ja auch immer nur ein paar Stunden. Aber bei aller Kritik am Genre: Die Moorhuhnjagd wurde toll präsentiert und für die kurze Zeit wurde man blendend unterhalten, ohne dass die Stories inhaltlich Bäume ausrissen…außer vielleicht bei Call of Juarez 1+2, was fantastische Charaktere mit einer tollen Story präsentiert und bis zum Erscheinen von Read Dead Redemption die Maßstäbe im kleinen Westernbereich setzte.

Ein weiteres von mir nur auf internen LAN-Treffen gepflegtes Genre verirrte sich auch wieder auf meine Festplatte: Multiplayer-Shooter. Das ehrwürdige Battlefield 1942 sollte durch Operation Flashpoint 2 und Battlefield: Bad Company 2 ersetzt werden. Dragon Rising war mir einfach zu lahm, Taktik-Shooter sind offensichtlich auch nicht mein Fall. Wenn ich denken will, spiele ich richtige Strategiespiele. Bad Company 2 hat es trotz seines launigen Vietnam-Ablegers und dem coolen zerstörbaren Terrain ebenfalls bisher nur auf drei Spielstunden bei mir gebracht, also die Hälfte von Modern Warfare. Meine im MMORPG erlernte Aversion gegenüber mir unbekannten Mitspielern und Gegnern ist fast so groß wie meine fehlende Bereitschaft, mich einer Reaktionslernkurve unterziehen zu müssen. Anders gesagt: Ich bin einfach zu schlecht für Spiele, die auf Reaktionsschnelligkeit abzielen und habe auch nicht mehr vor, dahingehend zu trainieren. Von DLC und freischaltbaren Inhalten ganz zu schweigen. Mehr Freude brachten die actionorientierten (Achterbahn!) Vertreter des Genres: Left4Dead 1 + 2 machen gemeinsam mit Freunden schon sehr viel Spaß.

Borderlands – das Koop-Wunder

Doch dann kam Anfang April das Erweckungserlebnis des Jahres 2011: Borderlands. Ein Zufallsfund, weil ich irgendwo gelesen habe, dass es im Multiplayer okay sein soll und mich der Grafikstil irgendwie an das mir positiv in Erinnerung gebliebene XIII erinnerte. Und dann: Eine genau meinen Geschmack treffende in sich wundervoll stimmige Cel-Shading-Grafik trifft auf eine zynische Endzeitwelt voller sarkastischer egozentrischer Charaktere und hunderten Anspielungen auf Popkultur und Zeitgeist. Dazu gibt es Rollenspielelemente mit Skilltrees und unterschiedlichen Klassen, den Diablo-Sammeltrieb im Zusammenhang mit neuen Wummen, Classmods und Schilden sowie toll inszenierte Bosskämpfe und sehr umfangreiche Miniaddons mit jeweils ganz eigenem Stil. Ergebnis: 160 Spielstunden, davon 157 Stunden gemeinsam mit Freunden im Netzwerk. Und auch nur so “wenig”, weil wir zu selten gemeinsam Zeit dafür finden.

Ja, die Hauptstory beginnt zwar ganz gut, wird dann aber immer lahmer und endet enttäuschend. Ja, die Welt ist weniger offen als man zuerst glaubt. Ja, das Spiel ist als Rollenspiel und als Shooter jeweils nur gehobener Durchschnitt. Ja, die Gegnervielfalt ist gering und die im Waffengenerator entstehenden Wummen unterscheiden sich oft nur minimal. Ja, die Aufgaben und Quests sind oft mit viel Leerlauf im wahrsten Sinne des Wortes verbunden. Ja, die Bosskämpfe sind meist viel zu leicht im Vergleich zum Weg dorthin. Ja, die KI ist meist ziemlich dumm und nutzt Deckung oder Flankenmanöver nur sehr sporadisch. Ja, der Netzcode über Gamespy ist völlig im Eimer. Ja, solo kann man es nach dem ersten Durchspielen kaum länger als eine Stunde am Stück anmachen, ohne dass es fad wird.

Aber diese geniale Welt! Die Nebenaufgaben und hier vor allem die vor Humor strotzenden Details! Wie – auch durch die großartigen und umfangreichen DLC-Addons – stilsicher Genres der Science-Fiction und Fantasy parodiert werden! Die Tagebücher der gescheiterten Zombiejäger oder auch von General Knoxx! Die legendären gemeinsamen Momente! Wie das Spiel unglaublich fließt, wenn man gemeinsam “on the road” unterwegs ist und sich stetig verbessert! Die Freude über eine neue (bessere oder einfach nur größere oder buntere) Wumme! Das taktische Vorgehen beim Überfall auf ein Banditenlager oder wenn einer plötzlich ins Feuer einer Gatling gerät!

Ich könnte über Borderlands großartige Momente und die Liebe zum hintergründigen Detail stundenlang philosophieren, aber kurz zusammengefasst: Es ist für mich mehr als die Summe seiner Teile – es ist ein Kunstwerk! Deshalb ist für mich Borderlands mein privates Multiplayer-Spiel des Jahres 2011: “Viva la Robolución!”

Civilization 4: Pies Antike Mod: Der feuchte Althistorikertraum

Zu meinem Sieger im Einzelspielerbereich Pies Antike Mod gibt es womöglich weniger zu sagen, da das durch meine persönlichen Vorlieben ja irgendwie selbsterklärend ist. Die Vollmodifikation für das inzwischen schon klassiche Rundenstrategiespiel Civilization 4 liegt inzwischen ebenfalls als vierte Version (PAE IV) vor. Es beschränkt den Spielablauf auf die Antike, die (im Rahmen der Spielmechanik) historisch vergleichsweise akkurat dargstellt wird. Für mich als jemanden, der sich professionell und privat zu dieser Epoche der Menschheitsgeschichte hingezogen fühlt, ist PAE ein wahrgewordener Traum. Die perfekte “Was-wäre-wenn”-Maschine, um historische Vorgänge nachzuspielen oder nach eigenem Vermögen abzuändern. Kann Karthago es diesmal den Römern zeigen? Könnte Alexander ein dauerhaftes Weltreich errichten? Kann das römische Reich seinen Untergang in der Spätantike abwenden? PAE IV wartet dazu mit grundlegenden spielmechanischen Änderungen auf, die weit über das hinausgehen, was man normalerweise in Mods erwartet:

  • Zivilisationen: Gallier, Kelten, Germanen, Vandalen, Iberer, Römer, Griechen, Makedonier, Hunnen, Hethiter, Phönizier, Sumerer, Babylonier, Perser, Ägypter, Karthager, Berber, Numider
  • Acht Religionen: Keltische, nordische, ägyptische, griechische und phönizische Götter: ~3500 v.Chr. Zoriastrismus: ~ 1800 v. Chr. Judentum: ~ 500 v. Chr. Christentum: ~ 0
  • Ein authentischer, historischer Technologiebaum (Pfeilspitzen, Speichenräder, Keilschrift…)
  • Beinahe alle antiken Einheiten (Rammbock, Steinschleuderer, Speerwerfer, Dreimannstreitwagen…) mit angepasster Grafik an die jeweilige Kultur
  • Gebäude hängen von Zivilisation und/oder Religionen und/oder Ressourcen ab
  • Wunder hängen von Religionen und/oder Ressourcen ab
  • Alle Bodenschatzstandorte wurden historischen Karten entnommen.
  • Modernisierungen kosten Geld!
  • Einheiten können zum Spieler bzw. zum Gegner überlaufen.
  • Die Kultur auf Kartengrundstücke verändert sich bei gewonnenen / verlorenen Kämpfen.
  • Söldner ! Händler ! Piraten ! Barbarische Seevölker !
  • Sklaven, die nur erobert werden können.
  • Fernangriff für Bogenschützen und Katapult (nur 1 Plot). AI weiß das zu nutzen!
  • Religionsaustreibung mit Konsequenzen!
  • Römische Straßen (können nur von Legionären und Söldner Legionären gebaut werden)!
  • Terrain Tundra und Wüste können nicht besiedelt werden. Endlose Barbaren!
  • Flüsse, Wüsten und Tundra sind natürliche Grenzen (-25%, -50%, -75% Verteidigung)
  • Lepra und Pest suchen ungesunde Städte heim
  • Das Christentum gewinnt an Bedeutung (Sklavenaufstände)

Diese Liste vermittelt vielleicht ein wenig ein Gefühl dafür, mit wie viel Liebe zum Detail der Autor von PAE die Antike realistisch abzubilden sucht. Teils sorgen diese Details für eine unglaubliche Komplexität, die den Schwierigkeitsgrad selbst für erfahrene Spieler deutlich anhebt. Einige Details stören (mich) auch beim reinen Spielfluss. Insgesamt fühlt sich die Modifikation aber an allen Ecken und Enden einfach “richtig” an und transportiert für mich glaubwürdig den Wettstreit antiker Imperien. Der Wiederspielwert ist aufgrund der Vielfalt an Startpositionen, Strategien und der enormen Tiefe einiger Spielkonzepte enorm hoch. Die fein austarierten langfristigen Auswirkungen sehr vieler zu Beginn noch kleiner Entscheidungen, sei nur kurz am Beispiel des Sklavensystems angerissen:

Sklaven erhält man anfangs nur durch Feldzüge. Mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit, die man beim Skillen der Einheiten erhöhen kann, werden aus besiegten Einheiten kriegsgefangene Sklaven. Diese kann man als einmalige Produktionsbooster (“Die Pyramiden müssen morgen fertig sein!” *peitsch*) einsetzen oder in Städten ansiedeln. Bei der Ansiedlung in einer Stadt hat man die Wahl, welchen Wirtschaftsbereich man stärken möchte (Bergwerkssklave, Feldarbeiter, Lehrer usw.). Manche Gebäude lassen sich nur errichten, wenn in einer Stadt Sklaven vorhanden sind (Sklavenmarkt, Gladiatorenschule) und bringen bestimmte Boni bzw. ermöglichen überhaupt erst den professionellen Einstieg in die Sklavenwirtschaft. Die Ansiedlung von Sklaven beinhaltet aber auch immer ein gewisses Revoltenrisiko, der nächste Spartakus kommt bestimmt und stellt im Fall der Fälle durchaus veritable Streitmächte (aus Gladiatoren) auf.

Seine Wirtschaft auf dem Rücken dieser Unglücklichen zu errichten, ist dennoch sehr verlockend, da es sie bei großen Feldzügen auch in großer Zahl gibt. Leider werden die in den Städten angesiedelten Sklaven ständig durch Unglücksfälle dezimiert und vermehren sich von selbst nur sehr langsam. Will man seine Anzahl an Sklaven und damit die Leistungsfähigkeit der Städte halten oder noch erhöhen, muss man sie – da sie sich je nach Gebäudeausstattung alle X Runden pro Stadt vermehren – also in sehr vielen Städten ansiedeln. Damit wird aber aus dem potentiellen Ärgernis einer lokalen Sklavenerhebung das Risiko einer existenzbedrohenden nationalen Rebellion. Alternativ ist die Sklavenzufuhr natürlich über weitere Feldzüge möglich, so dass man tatsächlich darüber nachdenkt (und das ist m.E. einmalig für eine Civ-Mod), einen Feldzug z.B. nach Innergermanien nur für die Sklavenbeschaffung zu führen.

Leider wird PAE IV bei mir zum Spielende hin von Abstürzen geplagt, dennoch ist es für mich meine Solospiel-Entdeckung des Jahres 2011, die mir erfolgreich Civ IV in einem ganz neuen Gewand präsentiert und vom Setting, der Lernkurve, der Komplexität bei immer noch gutem Spielfluss fast mein ideales Rundenstrategiespiel darstellt.


Feb 06 2011

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Tag: ComunioChris @ 11:12

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Feb 01 2011

WHFL-Qualifikation: Favoriten setzen sich größtenteils durch

Tag: ComunioChris @ 12:39

Ein spannendes Finale erlebte die WHFL am letzten Spieltag der Pokal-Qualifikation. Zwar konnten sich meist die Favoriten durchsetzen, doch gab es auch eine faustdicke Überraschung: Ajax Amstel verliert durch das 12:22 gegen den 1. FC Süderbrarup den wichtigen fünften Qualifikationsplatz an Efes Rom. Die Römer sprangen durch ein ungefährdetes 31:0 beim Dude dank des besseren Torverhältnisses gegenüber 43 mit Quark und St. Uhlgang noch auf den Zug in die Königsklasse auf. Eine bittere Pille für die Amstelaner, die trotz der torgefährlichsten Offensive der Qualifikation und zwischenzeitlichen sieben Punkten Vorsprung auf den UEFA-Cup ihren Fehlstart im neuen Jahr mit der dritten Niederlage in Folge fortsetzen.

Die Qualifikanten im Einzelnen:

Champions League

  • AS Chablis
  • PSV Im Ofen
  • Inter Maitailand
  • R1 Ultras
  • Efes Rom

UEFA-Cup

  • 43 mit Quark
  • St. Uhlgang
  • Ajax Amstel
  • Olympique Lumumba
  • BedFull Zollstock

DFB-Pokal

  • KSG Laufenberg
  • Dude
  • BC Cuba Libero
  • 1. FC Süderbrarup
  • Atletico Absinth

Goldene Ananas

  • Lokomotive Pietschens
  • AS Rum
  • 1. FC Kölsch
  • Rot-Wein Essen
  • FC HoppeHoppe

Nov 09 2010

Starcraft 2 – Turnier

Tag: MMOG, GamingChris @ 21:37

Nachdem die ILM (International Meter League) [tm] eher holprig in die erste Saison startete, war man ratlos bei den Pfirsichern. Wie eine Veranstaltung beleben, wenn auf jedes Mitglied des Bekanntenkreises geschätzt jeweils ein Spiel entfällt, Überschneidungen also eher unwahrscheinlich sind und somit zwischen Kegelbrüdern, Brettspielern, Starcraft-Veteranen, Heldenbanden und wiederbelebten Warcraftlern kaum kompetitive Reibungspunkte entstehen?

Bergbewohner, Ex-mousesports-Profi und Lieblingskommillitone Ariakan (bei dlm.de auch aufgrund phonetischer Schwierigkeiten mit rollendem R als “Arier-Khan” bekannt) startet nun einen neuen und vielversprechenden Versuch, seine Begeisterung für den neuesten Spross der kalifornischen Edelspieleschmiede Starcraft 2 in ein regionales Turnier unter Beteiligung zweier ihm bekannter Communities – dlm.de und Eifelansinn umzumünzen. Einen Link für das frisch erstellte Portal gibt es auch, einen zum Diskutieren bei uns ebenfalls. Mario und der Pfirsich sind schon angemeldet, ich hoffe auf rege Beteiligung und dass wir den Pott selbstverständlich zu DLM holen!


Sep 21 2010

Sachertorte im Topkapipalast!

Tag: MMOG, GamingChris @ 23:59

Fortsetzung für Tag 4 und Tag 5


Tag 4: Die Uhrwerk-Welle ist gestoppt
Wie ja bereits angedeutet: Die Rettung der Ostfront bei Lemberg durch schieres Würfelglück (natürlich des Tüchtigen!) war in den Stunden nach dem Tagwechsel sicher das bedeutendste Ereignis. Leider ging gleichzeitig Innsbruck an den Engländer verloren, wurde aber im Verlauf des Tages vom Briten verlassen und so durch die ihn verfolgende französische Armee zügig zurückerobert. Die englische Restarmee entschied sich derweil (im Nachhinein glücklicherweise) gegen Wien oder Innerösterreich und rückte mit ca. 25.000 Mann auf Mailand vor, wo Italien in wenig freudiger Erwartung eine Verteidigung zusammenkratzte, um mit den abkömmlichen Reserven die Scharte der Niederlagen von München und Innsbruck auszuwetzen. Ein kleiner deutscher Entsatzangriff gegen Krakau in der Hoffnung auf lembergbedingte österreichische Abwesenheit scheiterte (8.000 : 2.000).

Gleichzeitig mit dem Angriff auf Norditalien starteten die Gegner gewohnt gut abgestimmt Landemanöver gegen den “Stiefel” bei Brindisi (Osmane mit ca. 15.000) und Florenz (Marokko mit ca. 20.000). Zwar war klar, dass durch die 40.000 Franzosen, die über Innsbruck nach Mailand marschierten der englischen Offensive kein dauerhafter Erfolg beschieden sein konnte; der mögliche angerichtete Schaden in Verbindung mit den Landemanövern hätte aber enorm sein können, weil die italienischen Kräfte durch die vergangenen Schlachten bereits arg strapaziert waren und so eine Niederlage an einem der drei Schauplätze direkt den (kurzfristigen) Verlust mehrerer Provinzen hätte zur Folge haben können. So ist hier das italienische Oberkommando zu loben, das mit schier übermenschlichem Einsatz trotz stetiger Umgruppierung des Gegners an den Küsten dann doch für alle drei Schlachtschauplätze (Mailand und Küsten Florenz/Brindisi) die richtige Antwort fand und dabei erneut auch auf die Würfel vertrauen konnte. Die französische Armee erschien dann wieder mal als Retter in der Not und sicherte den Erfolg vor Mailand durch Vernichtung der Reste des britischen Expeditionskorps.

Sonst geschah “nicht viel”. Die stetige Umgruppierung der marokkanischen Truppen vor Spanien, so dass der zu bedauernde Mitspieler dort regelmäßig seine Küstenverteidigung umorganisieren musste, soll aber keinesfalls unerwähnt bleiben. Unsere investierte Zeit scheint sich dennoch bisher auszuzahlen.

Tag 5: Handsteich-Vorbereitungen…
Die Front in Deutschland erstarrt weiter. Durch unseren Punktevorsprung erscheint ein verlustreicher Angriff auf Level3+ Festungen in Mitteldeutschland wenig attraktiv. Auch ist die deutsche Armee bei den Kampfhandlungen der vergangenen Tage nicht so stark wie wünschenswert geschwächt worden, so dass trotz unserer numerischen Überlegenheit die Gegner Deutschland halten konnten. Letztlich wurden unsere Truppen ja aber auch an anderer Stelle an Tag 4 wie beschrieben benötigt, so dass nicht unser ganzes Potential gegen Deutschland hätte eingesetzt werden können. Sicherlich ein für uns ärgerlicher Erfolg der Gegner: Dass die Energieprovinzen Deutschlands bei unserer ursprünglichen Strategie auch ein Faktor der Deutschland-Offensive waren, liegt schließlich auf der Hand.

Diplomatiesorgen
Wenn es keine großen Offensiven gibt, dann geht aber doch vielleicht etwas im Kleinen? Unsere Gegner haben neben dem unerwarteten Scheitern ihrer Großoffensive einen weiteren daraus folgenden Nachteil: Die Diplomatie. Kriegserklärungen, ein russischer hinterhältiger Angriff auf Österreich, Handelsembargos…an Tag 5 veröffentlicht der DE die Liste der unbeliebtesten Anführer und die Bunnies belegen souverän die ersten fünf Plätze! Anders PonySlaystation und das österreichische “Opfer”: Wegerecht durch Bugarien gab es schon an Tag 4, Wegerecht durch Rumänien kam an Tag 5 hinzu, Glück. Der Gegner scheint im Osten die Füße still zu halten, 15.000 Osmanen sammeln sich in Kishinev, die russischen Truppen sind geschwächt, hatten aber geringere Verluste als Österreich und werden nicht gänzlich in Nordrussland gegen Schweden sondern auch in den Festungen Kiev und Kishinev stehen. Aber 11.000 Mann kann Österreich für eine Kommandoaktion gegen Konstantinopel entbehren…während sich diese Einheiten in Bukarest versammeln, marschieren 10.000 Mann von Sarajevo auf Serbien und eine “geheime” Menge Österreicher in den Kriegsnebel auf Kiev zu, um den natürlich recht unglaubwürdigen Eindruck eines Angriffs auf Novi-Bazar und Russland zu erwecken und so vielleicht osmanische Truppen weiter von Konstantinopel wegzulocken. 5.000 Schweden schiffen derweil ungestört bei Vologda aus, um einen womöglich ja unbeobachteten Schlag gegen die Ölprovinz zu führen.

Sachertorte im Topkapi-Palast?
Im Verlauf des Abends rücken die Österreicher auf dem kürzesten Weg über Varna auf Konstantinopel vor. Im Oberkommando glaubt niemand wirklich an eine mögliche Eroberung. Den Osmanen dazu zu zwingen, mehr an seine Verteidigung aus dieser unerwarteten und sicher für ihn wenig erfreulichen Richtung denken zu müssen, und dafür Geld, Erz (Festungsbau) und Truppen einsetzen zu müssen, das in den zu erwartenden Artilleriegefechten fehlen wird, wäre schon als Erfolg gewertet worden. Wie erwartet tauchen im Kriegsnebel auch mehrere gegnerische Einheiten auf, die ja wohl zur Verstärkung Konstantinopels unterwegs sein müssen. Doch weit gefehlt: Die Einheiten verlassen den Kriegsnebel Richtung Westen. Gegen 20.30 Uhr überschreiten die Österreicher die osmanische Grenze, Ankunft in Konstantinopel um 1.58 Uhr (morgens Tag 6), verdammt lange für einen Abend zur “prime time” (zumindest nach MEZ). In Asien schiffen 7.000 Osmanen ein, die letzten Hoffnungen auf einen Handstreich gegen die Stadt werden begraben…

…doch es kommt alles anders: Besagte 7.000 schwimmen Richtung Norden ins Schwarze Meer! Der Osmane ist wohl einfach nicht zuhause und hat die “grauen Panther” in Bulgarien heute Nachmittag übersehen. Aber da fair bekanntlich hinten fährt, kann das kein Grund für eine Unterbrechung des Marsches sein. Und wenn sich meine Späher nicht vertan haben, zieht der Osmane sogar eine frisch rekrutierte Infanterie gegen 22.00 Uhr aus Konstantinopel ab und nach Westen. Die Sache wächst sich zu einem kapitalen Bock der gegnerischen Seite aus…nach dem Tageswechsel wird dieser Fehler zwar hektisch korrigiert und alle Einheiten in der Umgebung drehen um und eilen zur Hauptstadt, doch pünktlich um 1.58 Uhr (bereits an Tag 6) fällt die osmanische Hauptstadt tatsächlich in österreichische Hände. Sachertorte im Topkapipalast!

Sardinien
Während dieser Ereignisse hat Marokko nach der etwas ärgerlichen Eroberung Korsikas an Tag 3 die nächste Insel zur Eroberung auserkoren. Für die Invasion Sardiniens sind 20.000 Mann aufgeteilt auf drei Landepunkte abgestellt. Die italienischen Verteidiger verfügen über schwächere Kräfte (10.000?), die sich auf die drei Landezonen aufteilen und den Gegner bei Würfelglück vernichten und bei Pech schwächen und hinhalten sollen, bis die Verstärkung aus Rom eingetroffen ist. Und erneut hat Italien das Glück des Tüchtigen (und Aktiven) auf seiner Seite und kann anfangs erfolgversprechende Landungen der Gegner in verlustreiche Niederlagen verwandeln. 4.000 Italiener fallen bei der völligen Vernichtung der Invasionsstreitkräfte am frühen Morgen von Tag 6 – zum größten Teil noch in den Landungsbooten.

Bewertung
Durch diese Erfolge ist unsere Position natürlich gestärkt und die Bunnies sind unter Zugzwang. Speziell die Landemanöver gegen Italien sahen zwar zuerst gut aus, wirken in der Nachbetrachtung aus der Position des Erfolgs aber irgendwie auch schon verzweifelt. Aber sowas kann sehr täuschen und verfrühte Siegesgewissheit ist sicherlich völlig Fehl am Platz, dazu ist das militärische Potential der meisten Gegner noch zu oder wieder intakt. Also kurz freuen, dass in Konstantinopel mal wieder das Glück mit Wegerecht und (geistig oder körperlich) abwesendem Gegner ein Pony war…und weiter gehts!


Sep 18 2010

Supremacy1914: Finale des Allianzturniers

Tag: MMOG, GamingChris @ 09:05

Wie einige ja schon mitbekommen haben, konnten wir die Halbfinalpartie nach anfänglichen Katastrophen tatsächlich noch drehen und zogen ins Finale ein. Eigentlich verdient diese Partie einen eigenen großen Bericht, da speziell meine Verteidigung Italiens mir sehr viel Spaß gemacht hat. Wenn man den Gegner erst vor Rom zum Stehen kriegt, dann aber die überlegene Offensive in eine heillose Flucht verwandelt, darf man sich schon mal freuen.

Aber da inzwischen das Finale läuft, sind das olle Kamellen. Also jetzt auf mehrseitigen Wunsch frische Berichte aus vorwiegend österreichischer (d.h. meiner) Sicht, der wohl keine Staatsgeheimnisse verrät. Dennoch ein zeitlicher Puffer zu den tatsächlichen Geschehnissen, sicher ist sicher.

Link zum Finalspiel “A Clockwork Bunny” vs. “PonySlaystation” übrigens: http://forum.supremacy1914.com/sup_refer.php?target=game&gameID=81389

Tag 0: Ausgangsposition

PonySlaystation: Schweden, Frankreich, Spanien, Italien, Österreich-Ungarn

A Clockwork Bunny: England, Deutschland, Russland, Osmanisches Reich, Marokko

Kurz zusammengefasst: Wir haben kaum Öl, dafür kurze Nachschubwege und eine deutliche Überlegenheit gegen Deutschland. Die Gegner dafür Unmengen Öl, lange Wege von außen und etwas weniger Baumaterial als wir. Unsere Strategie für den Anfang: Deutschland überrollen, um den Gegnern Material zu entziehen, uns mehr Energie zu sichern und den Kontinent in unsere Festung zu verwandeln, bevor der Gegner seinen Ölvorteil in große Mengen Artillerie ummünzen kann. Doch die “Bunnies” hatten kein Interesse daran, uns die Initiative zu überlassen und ließen in den ersten zwei Tagen überall Truppen zu Wasser, um sich vor spanische, italienische und österreichische Küsten zu stellen, der Brite verstärkte Deutschland mit 51.000 Mann und der Osmane Russland mit 71.000. Wir mussten unsere geplante Offensive völlig umbauen, um allen potentiellen Bedrohungen angemessen gewachsen zu sein.

Tag 3: Die Uhrwerk-Welle rollt…die Ponies verlassen nur zögerlich den Stall (Nacht / Morgen)

Wie durch freundliche Hinweise aus dem Forum und ja auch durch gesunden Menschenverstand beim Blick auf die Karte deutlich, startete der Gegner tatsächlich so schnell wie möglich eine Großoffensive. Mit Glück konnten wir sieben Spione in Österreich fassen und erlitten keinen Festungsschaden. Unser wenig origineller aber durch die Startposition dennoch wohl sinnvoller Plan, Süddeutschland möglichst schnell zu erobern und dann als Kampfgebiet zu nutzen, kam aber nur schwer ins Rollen. Anders die Gegner, die pünktlich um 0.01 Uhr die österreichischen Grenzen bei Prag (Brite) und Lemberg (Russe und Osmane) überschritten. Gleichzeitig hatten Marokko und der Osmane ihre (restlichen) Truppen im Wasser, um spanische, italienische und auch österreichische Küsten zu bedrohen. Für Mitteleuropa dringend benötigte Kräfte mussten so für den Küstenschutz mit den hyperaktiven Insomnia-Patienten fangen spielen.

In Lemberg sah es gleichzeitig sehr finster aus. 51.000 Russen und 71.000 Osmanen sorgten für eine Unterlegenheit von 1:2. Festungslevel 1, die ja wohl auch nicht ewig halten würde, war der einzige Vorteil. Verstärkungen tröpfelten nur langsam ein, weil der Brite einen Angriff mit 52.000 Mann auf Prag ansetzte und aufgrund besagten Küstenschutzes in Triest und Sarajevo die Reserven bereits im Einsatz waren. Letztlich hatten wir die Größe der Offensive auch klar unterschätzt, so dass zwecks Deutschland-Offensive zu viele meiner Truppen zu weit im Westen standen. Der Brite schwenkte dann ab, um die italienische Offensive auf München zu stoppen und in eine schmerzhafte Niederlage zu verwandeln. So wurden zwar Truppen für Lemberg frei, aber eben deutlich später als erhofft. Zusätzlich zündelte der Deutsche Richtung Krakau und Prag.

Im Westen sah es dafür freundlicher aus. Zwar hatte der Deutsche selbstverständlich direkt Wegerecht mit Belgien und turnte da ein wenig durch Flandern und die Schweiz, um Truppen zu binden, schenkte dann aber angesichts von 80.000 Franzosen und 20.000 Spaniern Stras(ß)burg ab und zog sich nach einigen verlustreichen Geplänkeln auf seinen Festungsbau in Mitteldeutschland und Stuttgart zurück, auch weil unsere Sabotage recht erfolgreich gewesen war. Dennoch war die Moral bei uns im Keller, der Gegner durchgängig aktiv oder zumindest sah es so aus und der Fall der Zusammenbruch der Ostfront schien eine Frage von Stunden, eine erfolgreiche Landung des Gegners irgendwo, weil von uns vielleicht mal jemand zur Arbeit oder einfach Frau und Kindern mal “Hallo” sagen muss, schien auch nicht unrealistisch.

Tag 3: Lemberger Nächte sind lang! (Mittag / Abend)

In Lemberg wurde es blutig, immerhin etwas angesichts immer noch großer Unterlegenheit. An allen anderen Fronten wird aus österreichischer Sicht auf Kante genäht, um Lemberg zu verstärken. Der Westen ganz entblößt bis auf Prag und Krakau im Vertrauen auf die gegen Stuttgart anrückende französische Armee und das italienische Glück gegen England. Leider zog sich der Kampf von 76.000 Franzosen gegen 2.000 Deutsche in Stuttgart etwas hin, so dass München erst spät erreicht werden konnte, als der Brite schon mit 35.000 Mann gegen 10.000 Österreicher und 7.000 Italiener in Innsbruck stand, wo der anonym bleibend wollende österreichische Kaiser auch keine Festung für nötig gehalten hatte. Dafür als gebranntes Halbfinal-Kind des gegnerischen Serbien-Wegerechts nutzlos in Sarajevo und Szeged welche errichtet.

So schleppend und teils unglücklich die Schlachten im Westen liefen, so war durch numerische Überlegenheit und inzwischen aufgefahrene Schweden an deutscher Küste, um zu landen und/oder Truppen zu binden der Ausgang nur eine Frage der Zeit, auch wenn wir nach dem natürlich ärgerlichen Fall von Innsbruck kurz Angst um Wien oder eben Norditalien hatten, als Frankreich in München nochmal länger würfeln musste, als wir es gern gehabt hätten.

Sensationell in meinen Augen allerdings das “Wunder von Lemberg”, aus der klaren Unterlegenheit wurde bei stetig eintrudelnder Mini-Verstärkung ein Patt, dann eine Überlegenheit, die in den sehr frühen Morgenstunden von Tag 4 in der völligen Vernichtung der gegnerischen Streitkräfte und damit der Rettung der Ostfront mündete. Ein echter Moralheber dank purem Glück, dass z.B. die Festung fünf oder sechs Kampfrunden durchhielt. Mit dem X-Faktor hatten wir in den vorherigen Runden gerne mal ausgiebig gehadert, aber diese Schlacht gleicht doch einiges aus…

Weitere Tage folgen, wenn sie nicht mehr so brandaktuell sind, ich Zeit habe und jemand das überhaupt liest.


Aug 23 2010

What we do in life…echoes in eternity!

Tag: ComunioChris @ 09:58

Chris Grand Crú stellt sich nach dem Debakel am ersten Spieltag den Fragen von DLM:

dlm.de: “Herr Grand Crú, vielen Dank, dass Sie sich auch in dieser schweren Stunde die Zeit für ein Interview nehmen.”

CGC: “Ein Volk sollte wissen, wann es besiegt ist. Würden Sie es, Quintus? Sie heißen doch Quintus? Oder ich?”

dlm.de: “Meine Name ist Gladiator, aber zur Sache: Stimmen Sie mir zu, dass das Auftreten ihrer Mannschaft in allen Mannschaftsteile am Wochenende mit dem Begriff ‘desaströses Debakel’ noch wohlmeinend umschrieben ist?”

CGC: “Nein.”

dlm.de: “Wie bitte?”

CGC: “Also der Platzwart hatte den Rasen echt gut in Schuss gebracht, das muss auch mal lobend erwähnt werden. Und Edin, ja Edin hatte sowas wie Normalform.”

dlm.de: “Nun, es war ja bekannt, dass Sie in der Abwehr noch nicht Ihre Idealbesetzung gefunden haben, aber Kevin McKenna als Abwehrchef…?”

CGC: “…war noch der Solideste in dem Haufen, das ist ja das Furchtbare. Wussten Sie, dass die Kanadier ihre Türen gar nicht abschließen? So verteidigt er auch…”

dlm.de: “Und wo waren die Impulse aus dem nach der Vorbereitung so hochgelobten kreativen Mittelfeld?”

CGC: “Weiß ich nicht. Wir haben in der Pause alles versucht: Defibrillator, isotonische Spezialgetränke, jeder musste ein Haiku verfassen…”

dlm.de: “Sie wirken ratlos. Und was ist mit der teuersten Offensive der Liga? Dzeko und…wie hießen die anderen nochmal?”

CGC: “Naja, Edu ist einfach so schlecht. Raúl hat immerhin eine Ausrede, der hat noch ein spezielles Trainingsprogramm absolviert. Irgendwas mit fünf Medizinbällen, einer 1100 Meter langen Leiter und der Zeche Zollverein…fragen sie mich nicht, das hat unser Konditionstrainer Mario Basler organisiert. Die Idee stammt wohl von irgendwelchen Vietnamesen, bei denen er seine Zigaretten kauft.”

dlm.de: “Gerüchteweise gab es ein Angebot über 15,2 Mio. € für Raúl von Manchester Computer. Und Sie haben ja auch Phillip Lahm bereits als Ersatzstoßstürmer erworben. Warum nicht zugeschlagen?”

CGC: “Ach, die kaufen doch jeden, wenn man nur lang genug wartet. Raúl war ja wie gesagt länger unter Tage, daher konnten wir den Verkauf nicht abschließen.”

dlm.de: “Die mit Abstand teuerste Mannschaft der Liga mit dem unsympathischsten Image also auf dem Weg in die Versenkung?”

CGC: “Ich möchte nicht schwarzmalen, habe mir zur Sicherheit aber ein paar Eddings zum Abschied bei unserem Hauptsponsor Aldi eingesteckt.”

dlm.de: “Also keine personellen Konsequenzen?”

CGC: “What we do in life, echoes in eternity.”


Aug 10 2010

Sensationell: Black Smoke über dem Kloster Geistingen

Tag: ComunioChris @ 22:05

Heute Mittag dachten noch alle, das Enfant Terrible aus Bremen müsse tatsächlich den Weg in die endlosen Reihen des FC Amiga 500 nehmen. Doch dann flatterte per Fax ein Eilangebot eines Mitkonkurrenten ins Haus.

“Wir sind froh Marko in die Hände der Klostersportgruppe geben zu können. Nur dort wird er womoglich die nötige Ruhe, Zucht und Ordnung erfahren, die für eine Wiederbelebung seines Spiels und auch seines Charakters nötig sein wird. Dies wird nicht ganz einfach sein. Marko hat das ADHS-Syndrom und rastet förmlich aus, wenn er sich nicht mindestens eine Stunde lang vor seinem Dolce&Gabbana-Spiegel die Haare machen kann. Deshalb haben wir Ihn für die Übergabe mit einer doppelten Dosis Ritalin ruhig gestellt. Alles weitere überlassen wir den Mönchen. Ordensleiter “SIE” Curly wird sich hoffentlich Marko persönlich annehmen. Viel Glück dabei!” (Inter Maitagesblatt)

Wie man(n) in MaiTaiLand die Lücke füllen will, ist noch nicht bekannt. Ein Wechsel eines Chablis Spielers kommt aber wohl nicht in Frage.

“Mir geht es tierisch auf den Sack. Wenn ich ehrlich bin. Jeden Morgen haben wir 8-12 Prospekte des AS Chablis im Briefkasten. Zusätzlich zur PORTA, ReWe, Möbel Hausmann, Salvatores Super Pizza und so weiter Werbung! Ich kotze. Was will ich damit? Und wenn ich dann auch noch lesen muss, wieviele Spieler im chablinesischen System angeblich auf dem Platz stehen und eine riesen Saison spielen werden und Potential haben…und im Marktwert noch steigen werden und …und …und…dann muss ich schon wieder kotzen. Da kaufe ich lieber Arnautovic zurück! Oder soll ich jetzt für Edu 3 Millionen zahlen, weil er sich im November die Haare abrasiert und dadurch noch gefährlicher wirken wird? Ich bitte sie! Das Interview ist beendet! CINDY….BRING MIR DIE AKTUELLE TRANSFERLISTE…”

Pete Barhocker


Aug 08 2010

Am grünen Tisch ins Halbfinale…

Tag: MMOG, GamingChris @ 18:39

Casablanca – Tag 19 des Viertelfinales zwischen den Norwegern und uns. Endgültiges Eingeständnis unserer ja schon seit Tag sechs eigentlich kaum noch abzuwendenden Niederlage. Im “Daily European”, der spielinternen Zeitung, allgemeines Gratulieren und Schulterklopfen über das gute und trotz früher Vorentscheidung hart umkämpfte Match.

263.000 : 401.000 meine persönliche “Kill”-Statistik, einem stümperhaften englisch-deutschen Landungsversuch über Gibraltar sei dank. 396 Punkte unser Allianz-Ergebnis, somit bestes Team der Viertelfinalverlierer. Eine Mischung aus Enttäuschung und Freude macht sich breit: Enttäuschung darüber, von einem Gegner, der sich nachts stündlich den Wecker stellt, um in Gefechten voll dabei zu sein, so deutlich geschlagen worden zu sein. Freude, dass man überhaupt so weit gekommen ist in einem durchaus nicht kleinen Starterfeld und das Nerdtum vorerst ein Ende hat. Man wieder früher ins Bett und vor allem später wieder raus kann.

Dann der “Schock”: Eines der vier Siegerteams ist anscheinend ausgebrannt und zeitlich so gebunden, dass nur noch ein Spieler aktiv am 16. August in die Halbfinalpartie einsteigen könnte. “Korp Verdun” zieht zurück und nach kurzer Verwirrung verkündet die Turnierleitung, das punktbeste Verliererteam nachrücken zu lassen. So ist “PonySlaystation” mit einem (!) Punkt Vorsprung (396) vor dem nächstbesten Verliererteam der erste Nachrücker: Wir sind im Halbfinale.

Und gegen wen lost die optisch deutlich reizvollere Fee “Betty Bazooka” uns? Unseren Viertelfinalgegner “Indremissionske supremacy kammerater”!

Puh…die haben uns ganz schön die Hosen ausgezogen, allerdings ist kaum zu erwarten, dass andere Gegner leichter wären. Das sind alles kranke Nerds, die 20 Tage lang in Schichten schlafen und das Spiel in- und auswendig kennen. Und für unsere Gegner ist es auch nicht unbedingt das schönste Los: Wer könnte motivierter sein als jemand, den man bereits geschlagen hat und der es einem nun beweisen will? Wer kennt die kleinen Tricks (z.B. Übergabe von Truppen von Tag 1 an, so dass wir die deutsche Truppenstärke zu niedrig eingeschätzt haben) besser als diejenigen, die bereits unter ihnen leiden mussten? Bei wem durfte die letzte Strategie eben nicht mehr so leicht funktionieren, so dass etwas neues, womöglich unerprobtes, ausprobiert werden muss? Jo, gegen uns natürlich. ;-)

Am 13. August werden die Partien angelegt, am 16. August wird dann der bereits vorbereitete 500-Gramm-Sack Darjeeling verbraucht. ;D Drückt uns die Daumen!


Jul 23 2010

Jim Raynor neuer Co-Trainer bei Chablis

Tag: MMOG, GamingChris @ 12:56

Burgund – Am 27. Juli ist Auftakt des dritten Trainingstertials beim AS Chablis. Mit dabei ist dann Jim Raynor als neue rechte Hand von Chris Grand Crú. Die beiden Ex-Marines lernten sich 1998 im Rahmen dreier Kampagnen in einem interstellaren Krieg kennen. Raynor soll insbesondere die medizinische Abteilung bei den Weinerlichen im Bereich Stimpack und Kybernetik auf den aktuellen Stand bringen.

"Hell, it's about time!" Optimistisch in Sachen Meisterschaft: Jim Raynor.

“Gegenüber internationalen Topclubs wie der SpVgg Zerg haben wir da noch Nachholbedarf. Jim wird mit seinen interstellaren Kontakten diese Lücke in unseren Trainings- und Medizinplänen schließen können. Auch sein Taktiktraining wird uns im Zweikampfverhalten und unserem Pressing auf ein ganz neues Level heben. Wir sind froh, einen solchen engagierten Fachmann ab 27. Juli mit an Bord zu haben.” äußerte sich Grand Crú sehr zufrieden mit der Verpflichtung des neuen Co-Trainers.

Der unorthodox trainierende Jim Raynor, der ein Team schon mal mit Granaten Einwürfe üben lässt und für derbe Trainingsspäße und Überraschungen in Medizin- und Fußbällen bekannt ist, ist kein Mann vieler Worte. Auf die Frage, ob er gekommen sei, um Chablis nach zwei Vizemeisterschaften nun endlich wieder den im ganzen Umfeld erwarteten zweiten Meistertitel zu beschaffen, äußerte er lapidar: “Hell, it’s about time!”


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